Lehre mich, Herr! - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Gedankenkontrolle 91 Dies ist das „Gesetz von Ursache und Wirkung, von Wachs- tum und Vermehrung“. Der höchste Grundsatz im Kampf um die Gedankenkontrolle muss darum lauten: „Bekämpfe Deine Gedanken nie direkt!“, oder: „Versuche sie nie auf direktem Weg zu kontrollieren!“ Denn solange wir erst bei den Gedan- ken ansetzen und allein versuchen, diese auszureissen, um- zubiegen, zu beherrschen oder unterzuzwingen, betreiben wir nichts weiter als sinnloses „Grasspitzen Schneiden“. Die Heilige Schrift lehrt uns darum von Anfang an, die rich- tige Reihenfolge zu beachten. Sie setzt die Prioritäten gold- richtig, indem sie stets beim Herzen beginnt: „Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens“ (Spr. 4,23). Mehr als alles andere behüte dein Herz – also auch mehr als deine Gedanken! Das Herz ist eben Sitz und Zentrum unseres Seins. Unser Sein war, ist und kommt stets vor unseren Gedanken! Unsere Ge- danken kommen aus unserem Sein und nicht unser Sein aus unseren Gedanken! Wenn wir somit irgendeinen Gedanken ausformulieren bzw. irgendein Wort aussprechen, hat sich kurz zuvor immer bereits wesenhaft das Herz geregt. Das Herz bildet darum seit je Zentrum des Interesses Gottes und soll immerzu Quellort des Lebens sein. Gott setzt alles dran, um unser Herz in eine konstante Grundhaltung des Friedens und der Ruhe zu bringen. Ist das Herz im Frieden, so sind es auch die ihm entspriessenden Gedanken, Worte oder Taten. Entsprechend der schöpfungsgemässen Ordnung ist es nun so, dass das Böse und Negative erst dann eine wirksame Oberhand über uns gewinnen kann, wenn es die erste Her- zensregung übersteigen und zu gedanklichen Erwägungen
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